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Crypto

Bitcoin im Zyklus-Check 2026: Steht der finale Bullrun bevor?

Zwei Jahre nach dem Halving 2024 analysieren wir die aktuelle Bitcoin-Lage zwischen ETF-Zuflüssen, MiCA-Regulierung und Makro-Trends.

21.10.2026 · 3 Min Lesezeit

📊 Infografik

Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Halving-Events

Historischer Verlauf des BTC-Kurses am jeweiligen Halving-Tag

Quelle: Glassnode

Zweiunddreißig Monate nach dem vierten Bitcoin-Halving im April 2024 befindet sich der Kryptomarkt an einem entscheidenden Wendepunkt dieses Zyklus. Wer historische Daten studiert, weiß ganz genau, dass die Phase zwischen 18 und 30 Monaten nach der Blockbelohnungs-Halbierung traditionell für die intensivsten Kursbewegungen sorgt. Im Herbst 2026 sehen wir eine Marktstruktur, die sich grundlegend von früheren Zyklen unterscheidet. Die Kombination aus dem verknappten Angebot der Miner und der kontinuierlichen Nachfrage über institutionelle Spot-ETFs in den USA setzt das verfügbare Angebot an den Handelsplätzen zunehmend unter Druck. Daten von Analyseplattformen wie Glassnode verdeutlichen, dass der Anteil der illiquiden Bitcoin-Bestände – also Coins, die seit mindestens sechs Monaten nicht bewegt wurden – einen historisch hohen Stand erreicht hat. Während Privatanleger in vergangenen Phasen den Markt primär über gehebelte Derivate trieben, bestimmen im Jahr 2026 globale Vermögensverwalter und Unternehmensreserven das Tempo. Seit das europäische Regelwerk MiCA Ende 2024 vollständig in Kraft getreten ist, haben auch traditionelle Banken im DACH-Raum ihr Angebot an Krypto-Verwahrungs- und Handelsdienstleistungen drastisch ausgebaut. Diese regulatorische Klarheit hat das Klumpenrisiko für konservative Investoren beseitigt und sorgt für stetige, wöchentliche Zuflüsse in den Sektor. Gleichzeitig zeigt die Mining-Hashrate trotz der reduzierten Belohnung von 3,125 BTC pro Block eine bemerkenswerte Resilienz, da effizientere Hardware und der Zugang zu günstiger Energie schwächere Akteure längst verdrängt haben. Ein weiterer Beschleuniger ist das globale makroökonomische Umfeld. Nach der Zinssenkungswelle der Notenbanken in den letzten zwei Jahren sucht institutionelles Kapital nach ertragsstarken und gleichzeitig knappen Vermögenswerten. Bitcoin erfüllt genau dieses Anforderungsprofil als digitales Gold ohne Gegenparteirisiko. Die Liquidität kehrt schrittweise in die Märkte zurück, was historisch gesehen immer ein hervorragender Nährboden für späte Zyklus-Rallyes war. Wer jetzt auf den Markt blickt, sollte jedoch nicht die verbleibenden Volatilitätsrisiken ausblenden, da Gewinnmitnahmen kurzfristig immer wieder für kräftige Rücksetzer sorgen können. Bottom Line: Der Halving-Zyklus 2024 bis 2026 folgt zwar im Kern den bekannten Angebot-Nachfrage-Mechanismen, wird jedoch erstmals von vollwertiger institutioneller Infrastruktur und klarer Regulierung getragen. Wer langfristig positioniert ist, blickt entspannt auf das verbleibende Restjahr, sollte aber striktes Risikomanagement betreiben und nicht blind in FOMO-Phasen hineinkaufen.