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ETFs

Bonds sind back! Sicher dir jetzt die neuen Zinsen.

Nach Jahren der Nullzinsen sind Anleihen-ETFs wieder eine echte Alternative für den sicheren Teil deines Portfolios.

24.7.2026 · 3 Min Lesezeit

Ein solider Anker symbolisiert die Stabilität von Anleihen-ETFs in einem Portfolio.

📊 Infografik

Renditen ausgewählter Euro-Staatsanleihen

Durchschnittliche Rendite bei Fälligkeit (10 Jahre), Stand Juli 2026

Quelle: EZB / Eigene Schätzung

Freitag, 24. Juli 2026. Erinnerst du dich noch an die Zeit, als „Anleihen“ das langweiligste Wort im Finanz-Universum war? Jahrelang gab es praktisch keine Zinsen, und wer auf Sicherheit setzte, wurde mit Nullrenditen bestraft. Diese Ära ist vorbei. Nach den heftigen Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank in den Jahren 2022 und 2023 hat sich das Zinsniveau auf einem spürbar höheren Level eingependelt. Plötzlich werfen selbst bombensichere deutsche Staatsanleihen wieder eine Rendite ab, die den Namen verdient. Das macht Anleihen-ETFs zu einem extrem spannenden Baustein für dein Portfolio, den du nicht länger ignorieren solltest. Sie sind die pragmatische Antwort auf die Frage, wohin mit dem Geld, das du nicht den Launen des Aktienmarktes aussetzen willst. Ein Anleihen-ETF ist im Grunde nichts anderes als ein Aktien-ETF: ein Korb voller Wertpapiere. Statt Aktienanteilen von Unternehmen sammelst du hier aber Anleihen, also festverzinsliche Schuldscheine. Das können Anleihen von Staaten sein (Staatsanleihen) oder von Unternehmen (Unternehmensanleihen). Der Clou ist die breite Streuung. Statt dein Geld einem einzigen Schuldner zu leihen, verteilt ein ETF es auf hunderte. Das minimiert das Ausfallrisiko enorm. Für den Sicherheitsbaustein deines Depots schaust du dir am besten ETFs an, die in europäische Staatsanleihen mit Top-Bonität (AAA oder AA Rating) investieren. Hier ist das Risiko, dass ein Staat wie Deutschland oder die Niederlande seine Schulden nicht zahlt, verschwindend gering. Die Kosten dafür sind minimal: Die Total Expense Ratio (TER) für solche ETFs liegt oft bei nur 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr. Worauf musst du bei der Auswahl achten? Wichtig ist, im Euro-Raum zu bleiben, um Währungsschwankungen auszuschließen. Ein entscheidender Faktor ist zudem die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen im ETF. Faustregel: ETFs mit kurzen Laufzeiten (1-3 Jahre) reagieren kaum auf Zinsänderungen und eignen sich super als stabiles Cash-Polster oder Festgeld-Alternative. ETFs mit langen Laufzeiten (über 10 Jahre) bieten tendenziell höhere Renditen, schwanken aber auch stärker, wenn sich das Zinsniveau doch wieder bewegen sollte. Aktuell haben sich die Renditen für zehnjährige deutsche Staatsanleihen im Bereich von 2 bis 3 Prozent stabilisiert. Das ist zwar nicht die Welt, aber eine solide, risikoarme Basisverzinsung, die es vor wenigen Jahren einfach nicht gab. Bottom Line: Anleihen-ETFs sind kein Hexenwerk und erleben zurecht eine Renaissance. Sie werden dich nicht reich machen wie eine spekulative Tech-Aktie, aber das ist auch nicht ihr Job. Ihre Aufgabe ist es, deinem Depot Stabilität und deinem Schlaf Ruhe zu geben. In einem Umfeld, in dem es wieder Zinsen gibt, erledigen sie diesen Job so gut und günstig wie kaum ein anderes Finanzprodukt. Sie sind die vernünftige, erwachsene Ergänzung zu deinen weltweiten Aktien-ETFs und bilden das Fundament für ein ausgewogenes Portfolio.