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Dein Welt-ETF: MSCI World vs. All-World – Das Duell 2026

MSCI World, FTSE All-World oder 70/30? Wir zeigen dir, wie du deinen ETF-Sparplan im Jahr 2026 optimal und ohne Kopfschmerzen aufsetzt.

25.6.2026 · 3 Min Lesezeit

Eine symbolische Weltkugel, die aus verschiedenen Währungsmünzen und -scheinen zusammengesetzt ist.

📊 Infografik

Beliebteste Welt-ETFs in Deutschland

Geschätztes verwaltetes Vermögen (AUM) deutscher Anleger, Stand Q1 2026

Quelle: justETF / Eigene Schätzung

Ein ETF-Sparplan auf die ganze Welt – klingt simpel, oder? Aber dann stehst du vor der Wahl: MSCI World, FTSE All-World, oder doch die 70/30-Kombination? Die schiere Masse an Optionen bei den Brokern kann einen echt erschlagen. Lass uns heute, am 25. Juni 2026, mal Klartext reden, was für dich wirklich Sinn macht, um dein Geld smart und global anzulegen. Der Klassiker, der MSCI World Index, packt dir Aktien von rund 1.500 Unternehmen aus den 23 wichtigsten Industrienationen ins Depot. Das ist einfach, super günstig und ein solider Grundstein. Der Haken: Wachstumsstarke Schwellenländer wie Indien, Brasilien oder Taiwan bleiben außen vor. Genau diese Lücke schließt der FTSE All-World Index. Er ist quasi das All-inclusive-Paket mit Anteilen an über 3.500 Firmen aus Industrie- UND Schwellenländern. Der Preis dafür war früher eine etwas höhere Kostenquote (TER), doch dieser Unterschied ist praktisch verschwunden. Bei den großen Anbietern wie iShares oder Vanguard liegen die Kosten für beide Varianten oft nur noch um die 0,2 % pro Jahr. Für die allermeisten ist ein einziger ETF auf den FTSE All-World daher die einfachste und oft beste Lösung. Für die Optimierer unter euch gibt es die 70/30-Strategie. Hier teilst du deine Sparrate auf zwei ETFs auf: 70 Prozent fließen in einen MSCI World ETF, die restlichen 30 Prozent in einen ETF auf Schwellenländer, zum Beispiel einen MSCI Emerging Markets. Der Vorteil: Du kannst die Gewichtung selbst steuern und bist nicht an die starre Aufteilung des All-World gebunden. Gerade nach den recht unterschiedlichen Entwicklungen der Märkte in 2025 kann das attraktiv sein, um eigene Akzente zu setzen. Der Nachteil ist jedoch der höhere Aufwand: Du brauchst meist zwei Sparpläne und solltest einmal im Jahr die Gewichtung prüfen und gegebenenfalls anpassen (Rebalancing). Das ist ein zusätzlicher mentaler und administrativer Aufwand, den man nicht unterschätzen sollte. Bottom Line: Welcher Weg ist nun der beste für dich? Für 90 % von euch lautet die ehrliche Antwort: Keep it simple! Ein einziger Sparplan auf einen breiten Welt-ETF wie den FTSE All-World ist die perfekte, stressfreie Lösung. Die Kosten sind minimal, die Auswahl bei Neobrokern mit oft über 2.000 kostenfreien Sparplänen ist riesig und du bist sofort global diversifiziert. Die 70/30-Mischung ist eher etwas für Fortgeschrittene, die Spaß am Finetuning haben. Egal wofür du dich entscheidest: Wichtig ist, dass du anfängst und dabei bleibst. Nutze dabei deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) und lass deine ETFs für dich arbeiten.