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Geldanlage

Inflation frisst dein Geld? So konterst du mit Sachwerten!

Die Preise steigen weiter, aber dein Depot kann mithalten. Wir zeigen dir, welche Sachwerte sich jetzt lohnen und wie du dein Vermögen schützt.

9.7.2026 · 3 Min Lesezeit

Ein goldener Barren, ein Haus-Modell und eine Aktie auf einem Tisch, um das Konzept von Sachwerten zu illustrieren.

📊 Infografik

Wertentwicklung: Dein Geld vs. Inflation

So schlugen sich verschiedene Anlageklassen (ø p.a., Zeitraum 2016-2026)

Quelle: MSCI, Bundesbank, Destatis (eigene Berechnung)

Checkst du in letzter Zeit öfter mal nervös auf deine Konto-App? Verständlich. Auch wenn die krasse Inflationswelle von 2022 und 2023 vorbei ist, nagt die Teuerung weiter an deiner Kohle. Die aktuellen Zahlen von Eurostat für den Euroraum deuten auf eine Inflationsrate hin, die sich leicht über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent eingependelt hat. Das klingt vielleicht erstmal nicht dramatisch, aber die Wirkung ist schleichend und brutal: Bei 2,5 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft deines Geldes in weniger als 30 Jahren. Dein Erspartes auf dem Girokonto wird also jeden Tag ein kleines bisschen weniger wert. Die Zinsen auf Tagesgeldkonten sind zwar gestiegen, gleichen die Teuerung aber oft nicht vollständig aus. Es ist also höchste Zeit, dein Geld in den Angriffsmodus zu schalten. Die Lösung hat einen Namen, der solider nicht klingen könnte: Sachwerte. Im Gegensatz zu reinem Geldwert auf deinem Konto stecken hinter Sachwerten reale, anfassbare Dinge oder Unternehmenswerte. Dazu gehören Klassiker wie Immobilien und Gold, aber eben auch Aktien. Denn eine Aktie ist nichts anderes als ein verbriefter Anteil an einem echten Unternehmen – mit echten Fabriken, echten Patenten und echten Produkten. Wenn die Preise für alles steigen, können Unternehmen diese höheren Kosten oft an die Kunden weitergeben und ihre Gewinne stabil halten oder sogar steigern. Das macht Aktien zu einem natürlichen Inflationsschutz. Du musst also nicht gleich zum Immobilien-Mogul werden, um dein Geld vor Wertverlust zu schützen. Für die meisten von uns ist der Einstieg über die Börse der smarteste und einfachste Weg. Mit einem breit gestreuten Aktien-ETF, zum Beispiel auf den MSCI World Index, investierst du mit einem einzigen Klick in tausende Unternehmen weltweit. Das minimiert das Risiko und kostet fast nichts – die jährlichen Gebühren (TER) für solche ETFs liegen oft nur bei etwa 0,2 %. Historisch gesehen konnten Anleger hier mit einer durchschnittlichen Rendite im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr rechnen und damit die Inflation locker schlagen. Gold kann als Beimischung im Portfolio sinnvoll sein, um in Krisenzeiten für Stabilität zu sorgen, ist aber eher eine Versicherung als ein Renditebringer. Der direkte Immobilienkauf ist für viele in Anbetracht der nach wie vor hohen Preise in deutschen Metropolen kaum stemmbar, auch wenn sich der Anstieg verlangsamt hat. Eine clevere Alternative können hier Immobilien-ETFs oder REITs sein, mit denen du dich an einem ganzen Portfolio von Immobilien beteiligst. Bottom Line: Lass nicht zu, dass die Inflation deine Sparziele torpediert. Statt das Geld auf dem Konto dahinschmelzen zu sehen, solltest du es für dich arbeiten lassen. Eine disziplinierte und breit gestreute Anlage in Sachwerte, allen voran globale Aktien-ETFs, ist keine Zockerei, sondern eine bewährte Strategie für den langfristigen Vermögensaufbau und -erhalt. Der beste Zeitpunkt zum Anfangen war gestern. Der zweitbeste ist heute.