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ETFs

MSCI World oder FTSE All-World: Welcher ETF passt 2026?

Der ewige ETF-Zweikampf geht in die nächste Runde: Brauchst du Schwellenländer im Depot oder reicht der Klassiker für deinen Vermögensaufbau?

14.10.2026 · 3 Min Lesezeit

📊 Infografik

MSCI World vs. FTSE All-World im Vergleich

Wichtige Kennzahlen der beiden Welt-Indizes

Quelle: justETF / MSCI / FTSE Russell

Wer beim langfristigen Vermögensaufbau auf ein solides ETF-Fundament setzen möchte, landet beinahe zwangsläufig bei der Kernfrage aller Einsteiger: MSCI World oder FTSE All-World? Beide Indizes bilden das Rückgrat unzähliger Depots in Deutschland, verfolgen jedoch zwei leicht unterschiedliche Ansätze. Der klassische MSCI World konzentriert sich ausschließlich auf rund 1.400 große und mittelgroße Aktiengesellschaften aus 23 entwickelten Industrienationen. Der FTSE All-World hingegen geht einen Schritt weiter und bündelt über 4.000 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern in einem einzigen Produkt. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Konzepten liegt also in der Abdeckung der Emerging Markets. Im FTSE All-World machen aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China, Indien oder Taiwan rund zehn Prozent des Gesamtgewichts aus. Wer ausschließlich auf den MSCI World setzt, klammert diese Märkte komplett aus. Um eine ähnliche Abdeckung zu erreichen, müsstest du den MSCI World manuell mit einem separaten MSCI Emerging Markets ETF kombinieren. Trotz dieser Differenz ist die Dominanz des US-Marktes in beiden Indizes enorm hoch: US-Aktien wie Apple, Microsoft oder Nvidia machen in beiden Portfolios den größten Anteil aus, was zu einer sehr ähnlichen Wertentwicklung in den vergangenen Jahren geführt hat. In puncto Kosten schenken sich die passenden ETFs etablierter Anbieter wie Vanguard, iShares oder Xtrackers ohnehin fast nichts. Die Gesamtkostenquote liegt bei den beliebtesten Indexfonds transparent und günstig zwischen 0,12 und 0,22 Prozent pro Jahr. Am Ende entscheidet deshalb vor allem deine persönliche Präferenz beim Depot-Setup. Suchst du nach einer bequemen Ein-ETF-Lösung, die dir das Rebalancing zwischen Industrie- und Schwellenländern komplett abnimmt? Dann greifst du bevorzugt zum FTSE All-World. Willst du die Regionen lieber selbst steuern oder Schwellenländer bewusst ausklammern, bleibt der MSCI World die beste Wahl. Bottom Line: Beide Indizes sind hervorragende Bausteine für dein Depot, solange du überhaupt anfängst und deinen Sparplan diszipliniert durchziehst. Die Wahl zwischen dem reinen Industrieländer-Klassiker und der All-in-One-Lösung inklusive Schwellenländern ist primär eine Frage des persönlichen Komforts und wird dein langfristiges Ergebnis nicht ruinieren.