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ETFs

MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher ETF rockt dein Depot?

MSCI World oder FTSE All-World? Wir zeigen dir, wo die Unterschiede liegen und welcher Welt-ETF perfekt zu deiner Strategie passt.

9.8.2026 · 3 Min Lesezeit

📊 Infografik

Vergleich der beiden Welt-Indizes

Kerndaten von MSCI World und FTSE All-World im Überblick

Quelle: justETF / MSCI / FTSE Russell 2026

Wer sein Geld ohne viel Schnickschnack anlegen will, landet sehr schnell bei breiten Welt-ETFs. Doch schon beim ersten Sparplan stehst du vor der berühmten Glaubensfrage: MSCI World oder FTSE All-World? Beide Indizes bilden die globale Wirtschaft ab, verfolgen dabei aber zwei leicht unterschiedliche Ansätze. Während der klassische MSCI World ausschließlich auf rund 1.400 bis 1.500 Aktiengesellschaften aus den etablierten Industrienationen setzt, packt der FTSE All-World die Schwellenländer direkt mit ins Paket und kommt damit auf gut 4.000 enthaltene Unternehmen. Durch den Fokus auf Industrienationen hat der MSCI World aktuell ein sehr starkes US-Gewicht von deutlich über 70 Prozent. Die großen Tech-Riesen aus dem Silicon Valley geben hier ganz klar den Ton an. Wer Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien im Depot haben möchte, muss beim MSCI World selbst aktiv werden und beispielsweise einen separaten MSCI Emerging Markets ETF beimischen. Der FTSE All-World nimmt dir diesen Schritt ab und deckt die Schwellenländer automatisch mit einem Anteil von rund zehn Prozent ab. Das bedeutet für dich: ein einziges Produkt kaufen, Sparplan einrichten und entspannt zurücklehnen. In puncto Kosten schenken sich beide Varianten kaum etwas. Großvolumige ETFs auf den MSCI World gibt es bereits ab einer Gesamtkostenquote von rund 0,12 Prozent pro Jahr. Der extrem beliebte Vanguard FTSE All-World liegt mit ungefähr 0,22 Prozent TER nur minimal darüber. Diese geringe Differenz fällt auf lange Sicht kaum ins Gewicht. Viel wichtiger ist deine persönliche Präferenz: Willst du die volle Kontrolle über deine Schwellenländer-Quote haben oder suchst du nach der ultimativen Komplettlösung für den Vermögensaufbau? Bottom Line: Es gibt bei diesem Duell kein echtes Richtig oder Falsch, sondern nur zwei Wege zum langfristigen Erfolg. Wer die maximale Einfachheit sucht und mit einem einzigen ETF die gesamte Weltwirtschaft inklusive Schwellenländer abdecken will, fährt mit dem FTSE All-World perfekt. Wer hingegen die Schwellenländer lieber gezielt selbst gewichtet oder schlichtweg die historisch etwas günstigere Gesamtkostenquote sucht, wählt den MSCI World als bärenstarkes Fundament für das eigene Depot.