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MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher ETF rockt dein Depot?

Du stehst vor der ETF-Wahl und fragst dich, ob Industrie- oder Welt-Portfolio besser ist? Hier ist der ultimative Vergleich ohne Finanz-Chinesisch.

30.8.2026 · 2 Min Lesezeit

📊 Infografik

Index-Vergleich: MSCI World vs. FTSE All-World

Wichtige Kennzahlen der beiden beliebtesten Welt-Indizes

Quelle: justETF / MSCI / FTSE Russell 2025

Wenn du endlich dein Geld aus den Klauen mickriger Tagesgeldzinsen befreien willst, landest du früher oder später bei den beiden Schwergewichten des ETF-Universums: MSCI World und FTSE All-World. Beide versprechen den breiten Markt, aber sie ticken extrem unterschiedlich. Wer meint, dass der MSCI World bereits die ganze Welt abbildet, fällt auf ein fieses Marketing-Versprechen herein. In Wahrheit stecken dort nämlich nur Industrieländer drin. China, Indien, Brasilien oder Südafrika suchst du hier vergebens. Wenn du mit einem einzigen ETF das globale Wirtschaftswachstum abgreifen willst, solltest du genauer hinschauen, was in deinen monatlichen Sparplan wandert. Der MSCI World deckt rund 1.400 Unternehmen aus 23 Industrienationen ab. Das klingt gigantisch, baut aber eine gewaltige Schlagseite auf: Die USA machen über 70 Prozent des gesamten Index aus. Tech-Giganten wie Apple, Microsoft und Nvidia dominieren die Spitzenplätze. Der FTSE All-World geht einen entscheidenden Schritt weiter. Er packt zusätzlich die Schwellenländer mit ins Boot und umfasst damit über 4.000 Aktien aus knapp 50 Ländern. Damit bildest du knapp 90 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung ab. Das bedeutet automatisch etwas mehr Diversifikation und weniger Abhängigkeit von den Launen der US-Börsen, auch wenn Amerika dort immer noch das Schwergewicht bleibt. Bei den Kosten nehmen sich die beiden Giganten fast nichts. Beliebte Produkte wie der iShares Core MSCI World bringen eine Gesamtkostenquote von rund 0,20 Prozent pro Jahr mit, während der legendäre Vanguard FTSE All-World mit etwa 0,22 Prozent kaum teurer ist. Auch bei den Renditen gab es in den vergangenen Jahren aufgrund der extremen Rallye der US-Tech-Werte leichte Vorteile für den MSCI World, aber die Vergangenheit ist bekanntlich kein Garant für die Zukunft. Wenn die Schwellenländer in den kommenden Jahren den Turbo zünden, zieht der All-World locker vorbei. Die entscheidende Frage lautet also schlichtweg: Willst du die Entwicklungs- und Schwellenländer eigenständig beimischen oder alles bequem per Autopilot in einem einzigen Baustein erledigen? Bottom Line: Es gibt hier kein Falsch, sondern nur unterschiedliche Komfortstufen für deine Vermögensbildung. Wenn du auf maximale Einfachheit setzt und Schwellenländer nicht verpassen willst, greifst du ohne Nachdenken zum FTSE All-World. Baut dein Herz dagegen rein auf die etablierten Industrienationen und du möchtest Schwellenländer lieber mit einem separaten ETF selbst gewichten, ist der klassische MSCI World deine solide Basis. Hauptsache, du fängst überhaupt an zu sparen, statt dein Kapital auf dem Girokonto von der Inflation auffressen zu lassen.