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Aktien

Nvidia im Check: Macht der KI-Gigant noch dein Depot reich?

Haben Nvidia und Co. noch Luft nach oben oder droht der KI-Kater? Wir schauen uns an, wie du Tech-Aktien clever im Depot gewichtest.

22.9.2026 · 3 Min Lesezeit

📊 Infografik

Marktanteile bei KI-Chips für Rechenzentren

Schätzung der weltweiten Lieferanteile im Halbleitermarkt

Quelle: Bloomberg

Schaut man in diesen Tagen auf die weltweiten Börsen, dreht sich nach wie vor immens viel um ein einziges Thema: künstliche Intelligenz und die Hardware, die sie überhaupt erst möglich macht. Nvidia führt diesen Tanz seit Jahren an und hat frühen Anlegern zu beträchtlichen Gewinnen verholfen. Wer allerdings erst spät aufgesprungen ist oder jetzt über einen Neueinstieg nachdenkt, blickt auf sehr sportliche Bewertungen und fragt sich zu Recht, wie viel Fantasie im Aktienkurs bereits eingepreist ist. Während die großen US-Tech-Konzerne weiterhin zweistellige Milliardenbeträge in ihre Rechenzentren pumpen, wird an der Wall Street zusehends genauer hingeschaut, wann sich diese gewaltigen Investitionen schlussendlich in dauerhaft steigenden Gewinnen niederschlagen. Blicken wir nüchtern auf die Fakten, statt uns von Hype oder Panik leiten zu lassen. Nvidia dominiert den Markt für KI-Beschleunigerchips nach wie vor mit großem Abstand. Die operative Marge des Konzerns liegt im Branchenvergleich auf einem exzellenten Niveau, was vor allem an der starken Kombination aus Hardware und dem tief verankerten Software-Ökosystem liegt. Gleichzeitig wächst jedoch der Druck durch Konkurrenten wie AMD sowie durch eigene Chip-Entwicklungen großer Cloud-Anbieter, die ihre Abhängigkeit reduzieren wollen. Bei weiterhin hohen Bewertungsmultiplikatoren führen selbst kleine Verfehlungen der extrem hohen Wachstumserwartungen rasch zu deutlichen Kursausschlägen nach unten. Was bedeutet das konkret für dein eigenes Depot? Wenn du breit gestreute ETFs auf den MSCI World oder den S&P 500 besparst, bist du ohnehin schon mit einem spürbaren Gewicht an Nvidia und den großen Tech-Giganten beteiligt. Eine zusätzliche starke Übergewichtung durch Einzelaktien erhöht dein Klumpenrisiko drastisch. Wer dennoch direkt in Einzelwerte einsteigen möchte, sollte das nur mit Kapital tun, dessen kurzfristige Schwankungen man gelassen aussitzen kann, und die Position im niedrigen einstelligen Prozentbereich des Gesamtportfolios halten. Bottom Line: KI-Aktien wie Nvidia bleiben fundamentale Treiber der digitalen Wirtschaft, doch die Phase müheloser Kursverdopplungen innerhalb weniger Monate ist erst einmal vorbei. Wer langfristig ein Vermögen aufbauen will, verfällt nicht der Torschlusspanik, sondern nutzt stärkere Rücksetzer für disziplinierte Nachkäufe oder verlässt sich entspannt auf breit gestreute Welt-ETFs, um vom gesamten Sektor zu profitieren.