← Blog

ETFs

Themen-ETFs im Check: Warum KI und Robotik oft dein Geld verbrennen

Wer jetzt blind auf Hype-ETFs rund um künstliche Intelligenz und Robotik setzt, zahlt oft hohe Gebühren für verpasste Chancen.

28.9.2026 · 3 Min Lesezeit

📊 Infografik

Jährliche Gesamtkostenquote (TER) im Vergleich

Durchschnittliche laufende Gebühren verschiedener ETF-Kategorien

Quelle: justETF 2025

Du willst die Zukunft im Depot haben und träumst von der nächsten Kurs-Explosion bei Künstlicher Intelligenz und Robotik. Da klingen Themen-ETFs wie der perfekte Deal: Einfach einen Korb voll Tech-Pioniere kaufen und zuschauen, wie das Vermögen wächst. Die Finanzindustrie weiß das natürlich genau und bringt am laufenden Band neue Nischen-Produkte heraus, die knackige Namen tragen und dir das Blaue vom Himmel versprechen. Doch wer beim Vermögensaufbau zu sehr auf die neusten Trend-Züge aufspringt, verbrennt sich erstaunlich oft die Finger. Das Hauptproblem dieser Trend-Fonds liegt im Timing. Wenn ein Thema so populär geworden ist, dass eine Fondsgesellschaft extra einen passenden ETF dafür auflegt, ist der erste riesige Bewertungssprung meistens schon gelaufen. Die großen Profis an den Börsen haben die Gewinne längst eingesackt. Dazu kommt das ausgeprägte Klumpenrisiko. Viele Spezial-ETFs enthalten nur wenige Dutzend Werte. Wenn dort zwei oder drei Branchengrößen schwächeln oder die hochgesteckten Erwartungen des Marktes nicht Punkt für Punkt erfüllen, gerät das gesamte Produkt sofort mächtig unter Druck. Auch der Blick auf die Kosten tut weh. Während du solide Basis-ETFs auf den MSCI World oder den S&P 500 bereits für winzige Gesamtkostenquoten von 0,12 bis 0,20 Prozent pro Jahr bekommst, verlangen die Anbieter bei Nischen-Produkten nicht selten 0,40 bis 0,65 Prozent. Das klingt auf den ersten Blick nach Cent-Beträgen, summiert sich über die Jahre durch den Zinseszinseffekt aber zu ordentlichen Summen, die deinen Gewinn schmälern. Außerdem sind die Schwergewichte aus dem KI-Sektor wie Microsoft, Nvidia oder Alphabet ohnehin schon mit hohem Gewicht in den ganz normalen Welt-Aktienindizes enthalten. Du kaufst dir also oft genau dieselben Aktien noch einmal – nur zu einem deutlich teureren Gebührensatz. Bottom Line: Wer vom langfristigen Potenzial von KI und Automation überzeugt ist, braucht in der Regel keine teuren Nischen-Produkte, sondern besitzt diese Marktführer bereits automatisch im breit gestreuten Welt-ETF. Wenn du unbedingt eine gezielte Branchenwette eingehen möchtest, zieh dafür höchstens fünf bis zehn Prozent deines Portfolios ab. Als Fundament für deine finanzielle Freiheit bleiben stinknormale, günstige Breitband-ETFs unschlagbar.