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ETFs

Themen-ETFs: Warum KI und Robotik oft dein Geld verbrennen

KI- und Robotik-ETFs klingen nach Zukunft, kosten aber oft hohe Gebühren und bringen unnötige Klumpenrisiken ins Depot.

13.8.2026 · 3 Min Lesezeit

📊 Infografik

Durchschnittliche Gesamtkostenquote (TER) nach ETF-Kategorie

Vergleich der jährlichen Produktkosten bei Aktien-ETFs in Prozent

Quelle: justETF 2025

Der Hype um Künstliche Intelligenz und Robotik reißt auch im Jahr 2026 nicht ab. Wer sein Portfolio aufpeppen möchte, stolpert schnell über sogenannte Themen-ETFs. Sie versprechen Überrenditen durch die Megatrends von morgen. Doch wer genauer hinter die Kulissen blickt, erkennt oft alte Bekannte unter einem extrem teuren Marketing-Mantel. Wenn du glaubst, mit einem speziellen KI-ETF das nächste große Ding exklusiv im Depot zu haben, zahlst du vor allem eines: saftige Aufpreise für ein Marketingversprechen, das die breite Masse längst gekauft hat. Vergleichen wir das mal ganz nüchtern mit den harten Fakten. Während ein klassischer Welt-ETF auf den MSCI World mit einer Gesamtkostenquote von unter 0,20 Prozent pro Jahr extrem günstig läuft, verlangen Nischen-ETFs für Künstliche Intelligenz oder Automation im Schnitt zwischen 0,40 und 0,60 Prozent TER. Das mag nach Kümmerbeträgen klingen, summiert sich über Zinseszins und Jahrzehnte hinweg jedoch zu tausenden Euro, die direkt von deiner Rendite abgezogen werden. Dazu kommt ein gewaltiges Überschneidungsrisiko, das viele Anleger schlichtweg übersehen. Die bekannten Tech-Giganten wie Nvidia, Microsoft oder Alphabet machen ohnehin schon einen spürbaren Teil breiter Indizes aus. Wenn du dir jetzt noch einen speziellen KI-Standard-ETF ins Depot legst, kaufst du dieselben Aktien doppelt und schaffst dir einen gefährlichen Klumpen. Historische Daten zeigen zudem ein bitteres Muster bei Nischenfonds. Die Fondsanbieter bringen solche Spezial-ETFs meistens genau dann auf den Markt, wenn eine Branche bereits monatelang durch die Medien getrieben wurde und die Kurse auf Rekordhöhen stehen. Du steigst also häufig auf dem Gipfel der Bewertung ein. Fällt das Interesse oder korrigieren die Tech-Märkte, verlieren Themen-ETFs meist deutlich stfärker als der Gesamtmarkt. Von den hunderten Themen-ETFs, die in den vergangenen zehn Jahren aufgelegt wurden, hat die deutliche Mehrheit nach Kosten ihren Mutterindex nicht schlagen können oder wurde wegen Geldmangel sogar wieder geschlossen. Bottom Line: Wer langfristig und entspannt Vermögen aufbauen möchte, benötigt definitiv keine teuren KI- oder Robotik-ETFs. Die großen Profiteure des technologischen Wandels stecken ohnehin schon ausreichend in kostengünstigen Welt-ETFs. Halte deine Gebühren niedrig, streue dein Risiko auf tausende Unternehmen weltweit und lass dich nicht von hippen Modetrends blendenden.