ETFs
Welt-ETF-Sparplan: Dein perfektes Setup für 2026
Du willst global investieren? Wir zeigen dir, wie du deinen ETF-Sparplan mit MSCI World & Emerging Markets clever aufsetzt.
23.6.2026 · 3 Min Lesezeit
📊 Infografik
So sparen die Jungen in Deutschland
Anlageformen der 18- bis 29-Jährigen, 2026 (Mehrfachnennung möglich)
Quelle: Bundesverband deutscher Banken, Jugendstudie 2025
Moin Leute, es ist der 23. Juni 2026. Der DAX hat in den letzten Wochen mal wieder an neuen Höchstständen gekratzt, aber hey: Wer nur auf den Heimatmarkt setzt, lässt massiv Potenzial liegen. Echtes, langfristiges Wachstum baust du global auf. Ein weltweit gestreuter ETF-Sparplan ist und bleibt dafür das smarteste Werkzeug, um von der globalen Wirtschaftskraft zu profitieren, Krisen in einzelnen Regionen abzufedern und dein Geld entspannt für dich arbeiten zu lassen. Die Frage ist nicht OB, sondern WIE du dein Weltportfolio optimal aufsetzt.
Die klassische und absolut bewährte Methode ist die 70/30-Strategie. Du nimmst zu 70 % einen ETF auf den MSCI World, der über 1.500 Unternehmen aus rund 23 Industrienationen abbildet. Das ist dein stabiles Fundament mit den Apples, Microsofts und Nestlés dieser Welt. Die restlichen 30 % packst du in einen ETF auf den MSCI Emerging Markets. Damit holst du dir die Wachstumsdynamik aus Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und Taiwan ins Depot. Mit dieser Kombi deckst du fast 3.000 Aktien weltweit ab und bist extrem breit diversifiziert. Historisch betrachtet waren bei solchen globalen Portfolios über lange Zeiträume Renditen im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr drin, auch wenn vergangene Performance natürlich keine Garantie für die Zukunft ist.
Keinen Bock auf zwei ETFs und das jährliche Rebalancing, also das Wiederherstellen deiner 70/30-Gewichtung? Verstehen wir. Die bequeme Alternative ist ein einziger ETF, der die ganze Welt abbildet. Die beliebtesten Kandidaten sind hier ETFs auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI (All-Country World Index). Diese Indizes mischen Industrie- und Schwellenländer automatisch. Der Vorteil liegt auf der Hand: Maximale Einfachheit. Ein Sparplan, fertig. Der kleine Nachteil: Du hast keine Kontrolle über die Gewichtung. Der Schwellenländer-Anteil im FTSE All-World liegt zum Beispiel marktbedingt meist nur bei circa 10 %, was manchen zu wenig ist. Kostenseitig ist der Unterschied minimal: Gute All-World-ETFs bekommst du oft schon für eine Gesamtkostenquote (TER) von rund 0,2 % pro Jahr.
Bottom Line: Egal ob du die 70/30-Kombi oder den einen All-World-ETF wählst – der größte Fehler ist, gar nicht erst anzufangen. Beide Wege sind exzellent für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet. Viel wichtiger als die letzte Nachkommastelle bei der Gewichtung ist, dass du einen Sparplan einrichtest, deine Sparrate konsequent durchziehst und bei Marktschwankungen die Füße stillhältst. Der Cost-Average-Effekt hilft dir dabei, langfristig einen guten Durchschnittspreis zu erzielen. Also, leg los, bleib dran und lass die Zeit für dich arbeiten.
